Kaisersteinbruch ist eine kleine burgenländische Ortschaft am Leithagebirge im Bezirk Neusiedl am See. Die namensgebenden kaiserlichen Steinbrüche lieferten einst Baumaterial für Prachtbauten an der Wiener Ringstraße. Weitgehend in Vergessenheit geraten ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Dorfes. 1939 entstand hier das größte Kriegsgefangenenlager des gesamten Deutschen Reiches. Mehr als 70.000 Kriegsgefangene, hauptsächlich französische Soldaten, aber auch Serben, Italiener oder Sowjets wurden hier von der deutschen Wehrmacht interniert. Noch heute kommen aus vielen Ländern Angehörige dieser Männer auf Spurensuche und zum Gedenken nach Kaisersteinbruch.
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